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Mittwoch, 20. Juni 2018

Platz für Helden – Besuch der Amputierten-Fußballnationalmannschaft: „Anpfiff Hoffenheim“ im Seminarkurs der CTS

Amputierten-Fußball CTS
„Ein Baum war im Weg.“ Mit diesem Baum änderte sich 2012 das Leben von Christian Heintz von einem Moment auf den anderen. Er überlebte den selbstverschuldeten Autounfall, aber sein Bein musste amputiert werden.

Aufgrund einer Krankheit in der Kindheit verlor Achim Altheimer sein Bein, auch wenn er heute gesund ist, änderte diese Operation sein Leben. Zwei Geschichten von vielen, die der Film „Die ganz andere Nationalmannschaft“ dokumentiert. Beide Spieler der deutschen Amputierten-Fußballnationalmannschaft, die erst 2009 gegründet wurde, waren Gäste im Seminarkurs „Rund um Sport und Sportbusiness“ der Carl-Theodor-Schule. Ein weiterer Gast war Abbas Abunni, ein syrischer Flüchtling, der Schüler an der Schule ist. Er sitzt seit einem Bombenanschlag im Rollstuhl und nahm großen Anteil an den Schicksalen der Amputierten-Fußballer.

Ein Besuch, den keiner der Schüler so schnell vergessen wird: „Ich muss erstmal Luft holen,“ so Guilia, die von den Lebensgeschichten überwältigt war. Die Lebensfreude und der Willen zum Leben auf Augenhöhe beeindruckte die Schüler genauso wie das Lehrerteam Nicola Höfs und Felix Niederberger.

Nach einer lebhaften Diskussion im Klassenraum folgte die Praxis in der Turnhalle. Jeder Schüler bekam Krücken und dann ging‘s ans Training: Ein Bein musste hochgebunden werden, dann gab es Laufübungen vorwärts, rückwärts, seitwärts, danach Warmspielen und schlussendlich ein Match. Der Tormann hat das Handicap einer Armamputation, auch dies musste simuliert werden. Mit einem sechs zu sechs endete das ehrgeizige und anstrengende Spiel. Zum Schluss gab es noch eine Auszeichnung in Form einer Urkunde für die Schüler, deren Begeisterung für die beiden Fußballspieler und deren Können grenzenlos war. Beim Abpfiff standen 21 Helden auf dem Platz, ermutigt, dass das Schicksal Auswege bereithält, wenn man den Lebensmut nicht verliert.

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