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Freitag, 4. Mai 2018

Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses auf Tätersuche

Taetersuche-Biologie-01
Taetersuche-Biologie-0528 Schülerinnen und Schüler des zweistündigen Biologiekurses führten gemeinsam mit Ihrer Lehrerin Christiane Triller am 26. April ein Modellexperiment zum genetischen Fingerabdruck durch. Das von der Johanna-Wittum-Schule in Pforzheim ausleihbare Experimentierset lud die Lernenden ein, Tatortspuren einem Täter zuzuordnen.

Taetersuche-Biologie-03Morgens zur ersten Stunde traf sich der Biologiekurs, um nach einer kurzen theoretischen Wiederholung und der wichtigen Pipettierübung in die Vorbereitung des eigentlichen Experiments einzusteigen. 8 Arbeitsgruppen mussten arbeitsteilig das Material zur Durchführung des genetischen Fingerabdrucks für die anderen Arbeitsgruppen vorbereiten. Jeder Gruppe war dafür verantwortlich, dass die Chemikalien exakt und sauber für alle anderen vorbereitet wurden. Der Umgang mit der Pipette bereitete manchmal Kopfzerbrechen. „Wie soll ich noch 10 µl aus dem Tube bekommen, der ist doch leer?“, so die verzweifelte Frage einer Schülerin. Doch dieses Problem konnte ebenso gelöst werden, wie die Frage nach dem Umrechnungsfaktor zwischen verschiedenen Maßeinheiten. Die Lernenden waren sich einig darüber, dass diese Phase des Experimentiertages gut zeigt, wie in einem Labor gearbeitet wird, wie viele Fragestellungen schnell und sicher gelöst werden müssen und dass sehr unterschiedliche Handgriffe nötig sind. Eine Schülerin drückte es so aus: „Ich war zunächst enttäuscht, dass wir nicht alle Schritte selbst machen sollten, doch nun weiß ich, wie viel Arbeit hinter jedem einzelnen Schritt steckt. Das hätten wir als Anfänger gar nicht an einem Tag geschafft.“.
Taetersuche-Biologie-02
Nach einer Erholungspause ging es dann an die Erstellung des sogenannten genetischen Fingerabdrucks. Wie Kriminaltechniker wurden DNA-Proben für eine Typisierung vorbereitet. Anhand der Proben erzeugten die Schülerinnen und Schüler ein DNA-Muster, das eine Person eindeutig identifizieren kann. Alle Gruppen gossen Agarosegele und befüllten die Geltaschen mit DNA-Proben vom Tatort und von den möglichen Tätern. Zur Trennung der DNA-Stücke bereiteten sie die Gelelektrophorese, ein Begriff, den nicht jeder Lernende aussprechen kann, vor und beobachteten deren Verlauf. Jetzt weiß zumindest Je-der, was sich hinter diesem ach so komplizierten Begriff verbirgt.

Taetersuche-Biologie-04Leider brachen die Gele beim Waschen auseinander und wir konnten kein Bandenmuster entdecken. Aber auch das ist eine leidvolle Erfahrung der Laborarbeit. Manchmal ist das Ergebnis nach vielen Stun-den Arbeit unzureichend und es muss von vorne begonnen werden. Diesen Schritt ersparte Frau Triller am Ende des Tages ihren Schülerinnen und Schülern. Trotz des unglücklichen Endes bescheinigten die Lernenden den Tag als wichtig, abwechslungsreich und anschaulich. Einige sind sich nach dem Experimentiertag sicher, dass sie niemals im Labor arbeiten wollen, andere machen sich gezielt auf die Suche nach Praktikumsmöglichkeiten.

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