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Sonntag, 18. Februar 2018

Im Labyrinth der Rohrleitungen

Die Schüler der Carl-Theodor-Schule bereiten sich mit einem Sicherheitsfilm auf die Werksführung vor

CTS-Oberstufenschüler besuchen die BASF

"Die Größe der Anlagen kann man sich so gar nicht vorstellen.", staunte eine Schülerin während der BASF-Werksführung. Sie und ihre 14 Mitschüler der 12. Klasse der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen hatten im Chemie-Unterricht die industrielle Herstellung von Ammoniak, Salpeter- und Schwefelsäure durchgenommen und waren nun mit Lehrer Clemens Meyer nach Ludwigshafen gereist.

Der Tag beim Chemie-Giganten begann mit einer Führung durch das Besucherzentrum. Dort brachte ein langjähriger Mitarbeiter des Unternehmens, Dr. Weiss, den Schülern sowohl die Geschichte der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik, die Dimensionen des weltgrößten zusammenhängenden Chemie-Areals und dessen internationale Ausrichtung näher. Darüber hinaus konnten sie anhand von Ausstellungsobjekten, Texten, kleinen Versuchen und interaktiven Animationen den Weg von den angelieferten Rohstoffen bis hin zu den fertigen Produkten nachvollziehen. Dabei vertieften die Wirtschaftsschüler nicht nur ihr Wissen zur Reaktionskinetik, Katalyse und zum chemischen Gleichgewicht, sondern auch zu betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen.

Bei der anschließenden Werksrundfahrt erhielten die Schüler einen Einblick in das Chemie-Areal, das über werkseigene Institutionen, wie Hafen, Feuerwehr, Krankenhaus, Kraftwerke, Klär- und Müllverbrennungsanlage verfügt, und erfuhren, dass am Verbundstandort Ludwigshafen anfallende Nebenprodukte über Rohrleitungen zu einem anderen Betrieb transportiert und so nahezu vollständig weiterverarbeitet werden können. Dies trage bereits seit der Firmengründung durch Friedrich Engelhorn im Jahre 1865 erheblich zum Erfolg des Unternehmens bei und sei ein erheblicher Beitrag zu den Nachhaltigkeitsbemühungen der BASF, betonte Weiss. Auch die bereits im Unterricht thematisierten Synthesen von Ammoniak und Schwefelsäure rief der Werksführer den Schülern ins Gedächtnis und führte sie zu den entsprechenden Anlagen auf dem Werksgelände.

Das Highlight des Besuchs stellte jedoch zweifelsohne die Besichtigung eines Betriebs dar, in dem die Chloralkali-Elektrolyse zur Gewinnung von Chlor und Wasserstoff durchgeführt wird. Die Schüler hatten nicht nur die Möglichkeit, die Anlagen in Augenschein zu nehmen, sondern konnten in der Messwarte, von der aus die Anlage überwacht und gesteuert wird, auch mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Diese Gelegenheit nutzten sie, um mehr über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen zu erfahren.

C. Meyer

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