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Mittwoch, 31. Januar 2018

Carl-Theodor Schüler erneut zu Gast bei UNO-Simulation in Genf

FerMun 2018

Carl-Theodor Schüler erneut zu Gast bei UNO-Simulation in Genf

„Keiner wird zurückgelassen“ - gemeinsam die neuen UN-Entwickungsziele umsetzen

"Wir Jugendliche konnten zeigen, dass wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, um die zukünftige Welt zum Positiven hin zu verändern.“, zogen Marie Hendrike und Simay stolz Bilanz. Die Schülerinnen der Carl-Theodor-Schule hatten zusammen mit 6 weiteren Schülern die Möglichkeit, an der durch die französische Partnerschule organisierten FerMUN-Konferenz in Genf teilzunehmen.

Bei FerMUN, was für Ferney-Voltaire Model United Nations steht, schlüpfen junge Menschen aus der ganzen Welt in die Rolle von UNO-Delegierten. Zunächst werden sie unterschiedlichen Gremien der UNO zugeteilt und diskutieren und erarbeiten dann Resolutionen zu vorgegebenen Problemen der Weltpolitik. Die verabschiedeten Resolutionen werden schließlich an die Entscheidungsträger der UNO weitergeleitet – eine Anerkennung, die den Schülern durchaus bewusst war: „Es war für uns alle eine große Ehre in den Gebäuden der UNO über die wichtigsten Themen der Welt von heute und morgen zu debattieren.“.

Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand die Agenda 2030, in der die 17 „nachhaltigen Entwicklungsziele“ (engl. Sustainable Development Goals – SDGs) verfasst sind. Diese werden unsere Zukunft prägen. Bis 2030 sollen unter anderem alle Kinder zur Schule gehen, Armut und Hunger besiegt, Erde und Umwelt geschützt und Ungleichheiten bekämpft werden. Einer der Schlüsselsätze der Agenda lautet: „No one will be left behind – keiner wird zurückgelassen.“

Die Internationale Organisation WIPO (World Intellectual Property Organisation zu Deutsch: Weltorganisation für geistiges Eigentum, eine Sonderorganisation der UNO) war erneut Gastgeber der Konferenz. Deshalb standen neben den SDGs auch Fragen der Urheberschaft, in Bezug auf Medien, Medizin, Forschung und deren globale Vermarktung im Mittelpunkt.

WIPO stellte ihre wunderschönen Verhandlungsräume und phantastische Ausstattung zur Verfügung. Eine der Schülerinnen meinte: „Die Atmosphäre in der UNO und dem WIPO – Gebäude war überwältigend. Alle WIPO Mitarbeiter waren äußerst freundlich und gaben uns das Gefühl herzlich willkommen zu sein.“

Die Eröffnungszeremonie der Schülerkonferenz findet traditionell in einem der historisch bedeutenden Säle der UNO statt. Über 650 Schüler und ihre Lehrer aus 24 Ländern nahmen daran teil, darunter auch einige „Delegierte“ aus Afrika, Asien und Südamerika. Der Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war die emotional bewegende Rede eines siebzehnjährigen Schülers aus Syrien, der mit seiner Familie während des Krieges nach San Francisco geflohen war. Für seinen Appel, sich für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen, erhielt er „standing ovations“.

Ein Großteil der Konferenz-Teilnehmer wurde in französischen Gastfamilien untergebracht – ein logistisches Meisterwerk, welches das Organisationsteam aus Schülern und Lehrern des Lycée international mit Bravour meisterte.

Um sich in die Arbeit der UNO und die komplexen Themen einzuarbeiten, nehmen die Schüler der Carl-Theodor-Schule im Vorfeld stets an einer Arbeitsgemeinschaft teil. Dort recherchieren sie zu ihren Themen und bereiten sich rhetorisch und sprachlich auf die Konferenz vor, wobei FerMUN die Besonderheit aufweist, dass Englisch und Französisch gleichberechtigte Konferenzsprachen sind. Alle Redebeiträge werden von Schülern der Partnerschule simultan in beide Sprachen übersetzt – und das auf einem beeindruckend hohen Niveau.

Die begleitenden Lehrerinnen Edith Sontheimer und Gerlinde Wagner waren sich einig, dass sich die intensive Vorbereitung und das Engagement gelohnt haben: „Es ist unglaublich, die vielen jungen motivierten Menschen in diesem Umfeld zu erleben. Die Fremdsprachenvermittlung wird bei diesen Schülern künftig einen anderen Stellenwert haben. Tragen wir diesen Esprit ins Klassenzimmer.“, gaben sie in einer Pressemitteilung bekannt.

Ermöglicht hat diese Fahrt eine Finanzspritze des deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW). An dieser Stelle wollen wir dem DFJW für die nachhaltige Unterstützung der deutsch-französischen Beziehungen danken.

Nach fünf erlebnisreichen Tagen in Genf, welche erst durch eine Finanzspritze des deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW) ermöglicht wurden, resümierte eine Teilnehmerin das Erlebte folgendermaßen: „Die Erfahrungen, die wir dort sammeln konnten, werden unser Leben in vielen Bereichen beeinflussen. Es war eine Ehre auf dieser internationalen Konferenz mit so vielen begabten und motivierten Schülern zusammenzuarbeiten.“. Alle sind sich einig auch bei FerMUN 2019 wieder dabei sein zu wollen.

Weitere Informationen, Fotos und Videos sind auf der Homepage von FerMUN 18 zu sehen. (Wagner/Sontheimer/Meyer)

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