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Donnerstag, 8. September 2016

Solarfahrzeuge aus Pappe

Klimastiftung für Bürger und WIRCON GmbH ermöglichten Schülern der CTS Einblicke in Green Jobs

Sinsheim/Waghäusel – Markus Wirth, Geschäftsführer der WIRCON GmbH, erkannte seine Büroräume nicht wieder: Auf dem Boden saßen Schülerinnen und Schüler und bauten mit Legobausteinen ein Solarfahrzeug oder bastelten aus Pappe, Luftballons und Pfeifenreiniger phantasievolle Konstruktionen. Musik im Hintergrund, an den Wänden und Fenstern bunte Post-its mit Zeichnungen und Notizen: In ungezwungener Atmosphäre waren die Jugendlichen mit Konzentration bei der Sache.



Veranstalter dieser außergewöhnlichen Projekttage für Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen war die Klimastiftung für Bürger. In Kooperation mit der WIRCON GmbH führte sie kurz vor den Sommerferien das dreitägige Workcamp „Greening Jobs“ zur Berufsorientierung durch. Initiiert und gefördert wurde das Bildungsprojekt durch die Klimastiftung für Bürger, die jetzt in einer Pilotphase mit vier Schulen und in drei Partnerunternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar die Workcamps erfolgreich umsetzte.

„Als uns die Klimastiftung das Projekt vorstellte, war ich sofort begeistert“, so Markus Wirth. „Gemeinsam entwickelten wir vorab eine Aufgabenstellung zum Thema Erneuerbare Energien, die einerseits für unser Unternehmen als Projektierer und Energiedienstleister für Erneuerbare-Energien-Anlagen im Solar- und Windkraftsektor relevant ist und auf der anderen Seite den Jugendlichen mit Experten vor Ort tiefere Einblicke in diesen Themenbereich ermöglicht.“ Wirth weiter: „Allein schon wenn es gelingt, Jugendliche für dieses Thema zu interessieren und zu begeistern, haben wir ein wichtiges Ziel erreicht“. Mit der Partnerschule, Carl-Theodor-Schule in Schwetzingen, verbindet Wirth eine besondere Beziehung: Er war Schüler auf dem Gymnasium und weiß wie wichtig solche Angebote für die spätere Berufswahl und Karriere sind.

“Für das Workcamp haben wir als gestalterische und aktivierende Methode Design Thinking eingesetzt“, so Frank Rust, der als einer von vier Design Thinking-Experten und Coaches die Schüler während der Projekttage intensiv begleitete. „Wir sind immer wieder überrascht, auf welch einfache und oft naheliegenden Lösungen die Jugendlichen in kurzer Zeit kommen, für die die Experten oftmals lange Entscheidungsprozesse und Diskussionen durchlaufen müssen“, stellte Rust fest.

Die Methode Design Thinking wird weltweit in Unternehmen zur Entwicklung von Innovation und zur Lösung von Problemen eingesetzt. In dem Workcamp lernten die Schüler die Methode Design Thinking kennen und sofort bei einer realen Aufgabenstellung (Challenge) des Unternehmens anzuwenden.

Pädagogin Gisela Heinzelmann von der Carl-Theodor-Schule aus Schwetzingen war begeistert: „Für unsere Schüler bietet Design Thinking eine ideale Möglichkeit für projektorientiertes Lernen. Im Team setzt man sich ein Ziel und jeder kann sein Wissen und seine Perspektiven einbringen, um ein reales Problem zu lösen“. Die Schüler hatten sich mit dem Thema Nachhaltigkeit im Rahmen ihres Seminarkurses über Wochen und Monate auseinandergesetzt. Im Workcamp jedoch galt es, in kurzer Zeit Experte für eine konkrete Problemstellung zu werden und Lösungen zu finden.

Tim zog am Ende des Workcamps für sich das Fazit, das für alle Schüler stellvertretend stehen könnte: „Es lohnt sich, in Erneuerbare Energien zu investieren, und ein Praktikum bei WIRCON wäre auch nicht schlecht.“

Zum Abschluss der Pilotphase fand mit Vertretern aus dem Landratsamt Rhein-Neckar und der Projektpartner eine Präsentation statt, bei der die Ergebnisse aus den vorangegangenen Workcamps allen Teilnehmern vorgestellt wurden. Gastgeber war die Hubert-Sternberg-Schule in Wiesloch. Alfred Ehrhard, Vorstandsvorsitzender der Klimastiftung für Bürger dankte allen Beteiligten und stellte fest: „Für unser geplantes Erlebniszentrum, in dem wir uns der Themen Erneuerbare Energien, Schutz der Ressourcen, Klima und Umwelt annehmen, werden wir viele Ideen der Schüler aufgreifen und umsetzen. Die Ergebnisse haben uns Sichtweisen der Jugendlichen eröffnet, die uns bei unserer Arbeit wertvolle Anregungen geben konnten“.

Die Stiftung fördert das Bildungsprojekt „Greening Jobs“ und wird im Schuljahr 2016/17 weiteren Schulen aus der Metropolregion Rhein-Neckar und der Technologieregion Karlsruhe das Projekt ermöglichen. Weitere Informationen: http://klima-energie-stiftung.de/greening-jobs/

Über die Klimastiftung für Bürger: Die gemeinnützige Stiftung, mit Sitz in Sinsheim, wurde im September 2014 gegründet. Die Stiftung möchte dem Bürger die Themen Klima, Umwelt, Schutz der Ressourcen und Erneuerbare Energien erlebbar machen und dadurch zu einem besseren Bewusstsein der Vorteile einer Beteiligung am Energiewandel verhelfen. Initiatorin der Klimastiftung für Bürger ist die gemeinnützige Dietmar Hopp Stiftung.

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