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Donnerstag, 4. Februar 2016

Betriebsbesichtigung der Produktionshallen von Audi

Exkursion bei Audi
Im November dieses Schuljahres unternahmen wir mit unseren drei kaufmännischen Berufsschulklassen W3KB, W3KG und W3KI unter der Leitung der Klassenlehrerinnen Fr. Roik, Fr. Höfs und Fr. Maier-Kraut eine Exkursion zu Audi (Neckarsulm). Dort nahmen wir an der Erlebnisführung „Produktion kompakt“ teil.


Nach ca. einstündiger Busfahrt hatten wir unser Ziel, das Audi Forum in Neckarsulm, erreicht. Da bis zur gebuchten Führung durch die Produktion noch Zeit zur freien Verfügung war, konnten wir erst einmal das Audi Forum genauer unter die Lupe nehmen.

Das Forum ist ein Teil des ca. 3km langen Werksgeländes, in welchem die Kunden ihre Neuwagen abholen können und wo sie zudem noch zu einem exklusiven Essen im konzerneigenen Luxus-Restaurant eingeladen werden. Auf 3 Etagen stehen eine Menge verschiedener Audi-Modelle, in welchen man teilweise „probesitzen“ darf. Zudem wird, vor allem auf der obersten Etage, die Geschichte des Audi-Konzerns vermittelt. Verschiedene Muster von wählbaren Innenausstattungen sind ebenso zu begutachten.

Der erste Teil der Werksführung führte uns in das Presswerk, wo in sogenannten Pressstraßen Karrosserieteile wie Türen und Motorhaben in nur 6 Schritten vollautomatisch gepresst werden. Die einzelnen Pressstempel wiegen knapp 12.000 kg. Kaum ein Arbeiter war hier zu sehen nur zur Überwachung der Prozesse wurden diese hier eingesetzt. Im Falle einer Störung, wird die komplette Pressstraße angehalten und der Fehler wird behoben oder für den Fall, dass die Reparatur nicht in kürzester Zeit (< 3 Min.) behoben werden kann, wird der komplette fehlerhafte Pressstempel innerhalb von 5 bis max. 10 Minuten durch einen Mitarbeiter ausgewechselt. Der nächste Halt war das Karosseriemontagewerk. Hier werden die Einzelteile, welche aus der Presse kommen, verklebt und verschweißt.

Der Automatisierungsgrad beträgt hier 96%! Am Ende des Montageprozesses steht die sog. „Hochzeit“. So wird der Zeitpunkt genannt, an dem der Zusammenbau von Karosserie und Bodengruppe (Motor, Getriebe, Benzintank, Auspuffanlage) stattfindet. Auch hier werden neben den Maschinen gerade einmal vier Mitarbeiter gebraucht, welche die Verbindungsstellen festschrauben.

Der krönende Abschluss des Fahrzeugbaus fand in der letzten Station unserer Werksführung statt: „Fahrzeugausbau“. In diesem Feld der Montage sind - im Gegensatz zu den vorherigen Arbeitsschritten - viele Mitarbeiter beschäftigt. Die einzelnen Ausstattungsteile, welche modellspezifisch sind, z. B. Leuchten, werden nicht unter der 8-10stelligen Artikelnummer geführt, sondern haben einen bekannten Tier- oder Pflanzennamen, damit die Mitarbeiter diese Teile schnell finden und identifizieren können. Teilweise erfolgt dies auch automatisch aus dem Teilelager bei kleinen Teilen. Einige Teile werden Just-in-Sequence, d. h. in der richtigen Reihenfolge, zeitgenau an die jeweilige Station in der Produktionsstraße geliefert.

Während der Führung informierten uns die Begleiter über weitere Details zum Audi-Konzern:
  • In Neckarsulm laufen die Premiumautomobile Audi A4, A6 und A8, die High-Performance-Fahrzeuge Audi RS6 und Audi R8 sowie die Quattro-Modelle vom Band.
  • Audi ist der weltweit führende Konzern im Bereich Qualitätskontrolle. Es werden ca. 22 Milliarden jährlich für Qualitätskontrolle ausgegeben, das ist mehr als jeder andere Konzern ausgibt.
  • Der Zusammenbau einer A6 Limousine dauert ca. 22 Stunden, von der Presse bis zu dem fertig lackierten Fahrzeug. Doch aufgrund der hohen Nachfrage dauert die Auslieferungszeit einiger Modelle dennoch bis zu mehreren Monaten.
Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass wir in dieser Exkursion hautnah erlebt haben, wie die Theorie in die Praxis umgesetzt wird. So wurde der manchmal etwas „trockene“ BWL-Stoff anschaulich und hat uns jede Menge Einblicke in die Arbeitswelt der Automobilbranche verschafft. Zudem hatte jeder schnell sein Traumauto gefunden.

(Sascha Nickel W3KI; MK)

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