Allgemeine Informationen

Unsere Nachrichten können Sie auch als RSS-Feed abonnieren.
Seite Aktuelles innerhalb der Website der Carl-Theodor-Schule aufrufen (falls Sie nur unser News-Blog sehen).

Dienstag, 20. Oktober 2015

Interview mit Gabriele Kimmich, langjährige Elternvertreterin der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen

Schulelternsprecherin Kimmich


Frau Kimmich, Sie waren jahrelang engagierte Elternvertreterin und Schulelternsprecherin der Carl-Theodor-Schule. Was empfinden Sie als lohnenswert an dieser Arbeit?
Als Elternvertreter kann man am Schulleben intensiver teilhaben. Zunächst ist man Ansprechpartner der anderen Eltern und auch des Klassenlehrers. Bei der Gesamtelternvertreterversammlung lernt man die Schulleitung näher kennen und kann sich mit Elternvertreter anderer Klassen austauschen. An diesem Abend werden auch die Elternvertreter in die Schulkonferenz gewählt. Zweimal im Jahr trifft sich dieses Gremium, das aus Schulleitung, gewählten Lehrervertretern, Schülervertretern, Elternvertretern und als Besonderheit gegenüber allgemeinbildenden Schulen Ausbildervertretern besteht, um z. B. Informationen über die Lehrersituation der Schule bzw. die Unterrichtsversorgung, aber auch über anstehende Baumaßnahmen und nicht zu vergessen die vielen Veranstaltungen zu erhalten.
Diesem Gremium stellen sich bei einem anstehenden Wechsel in der Schulleitung auch die entsprechenden Kandidaten vor und die Schulkonferenz kann eine Empfehlung aussprechen. Man wirkt also direkt am Schulgeschehen mit. Gerade bei der Lehrer- und Unterrichtsversorgung haben die Eltern in Zeiten von Haushaltskürzungen und damit verbundenen Verschlechterungen ein besonderes Gewicht. Schreiben der Eltern finden in diesem Fall beim Regierungspräsidium eher Gehör. Besonders erfolgreich waren während meiner Amtszeit Briefe des Elternbeirats, wenn es um Unterrichtsausfälle ging. Hier wurde immer direkt Abhilfe geschaffen.

Wie hat sich die Arbeit der Elternvertreter geändert in den zurückliegenden Jahren und worauf führen Sie das zurück?
Seit 1998 war ich an der Carl-Theodor-Schule Elternvertreterin und kann daher sagen, dass in den ersten Jahren andere Eltern öfter anriefen und sich über Unterrichtsausfälle, anstehende Klassenfahrten, Benachteiligungen ihrer Kinder oder sogar über den einen oder anderen Lehrer direkt beschwerten. Die persönlichen Anliegen waren in den letzten Jahren meiner Tätigkeit weniger geworden, da die Eltern selbst mit den betroffenen Personen oder der Schulleitung Kontakt aufnahmen. Heute haben die meisten Eltern also ein größeres Selbstbewusstsein als vor 25 Jahren. Dagegen kam es in jüngerer Zeit öfter vor, dass sich erwachsene Schüler mit mir in Verbindung setzten und auf bestehende Mängel hinwiesen. Ein Beispiel dafür war, dass ihrer Meinung nach gleiche Kursinhalte unterschiedlich vermittelt und bewertet wurden. Hier half ein Gespräch mit der Schulleitung.

Sie haben durch Ihre Elternarbeit auch die Arbeit der Schule besser kennengelernt. Welche Einstellung zu den Lehrkräften an der Schule haben Sie dadurch gewonnen?
Da ich an der Carl-Theodor-Schule fünfzehn Jahre lang im Elternbeirat war, lernte ich auch Lehrer kennen und schätzen, die meine Kinder nicht unterrichteten. Durch Beiträge und Wortmeldungen in der Schulkonferenz blieben mir einige dieser Kollegen mit ihrem Engagement sehr positiv im Gedächtnis. Beeindruckend für mich war auch die Gesprächsbereitschaft der Lehrer mit der Elternvertretung. Allgemein möchte ich feststellen, dass an der Carl-Theodor-Schule meiner Meinung nach alle Lehrer ihren Beruf mit „Berufung" ausüben.

Am 20. Oktober werden an den Klassenpflegschaftsabenden neue Elternvertreter gewählt. Was möchten Sie den Eltern mitgeben, die sich zur Wahl stellen?
Ein großer Vorteil der Elternvertreter ist, dass sie früher Informationen über die Schule erhalten, die man dann bei der Klassenpflegschaftssitzung an die anderen Eltern weitergibt. Der Einsatz, den ein Elternvertreter bringt, kommt der ganzen Klasse zugute und man ist selbst näher am Schulgeschehen dran, was ich als Vorteil empfand. Bei Problemen in Klassen erlebte ich auch den Austausch mit anderen Elternvertretern, die einen Rat suchten.

Die Wahl eines neuen Schulelternbeirates steht ebenfalls an. Welchen Ratschlag geben Sie ihm mit auf den Weg?
Mein Ratschlag ist, alle Möglichkeiten, die sich bieten, wahrzunehmen, die Augen und Ohren offen zu halten, Gespräche zu führen, abzuwägen und nicht vorschnell Stellung zu einem Thema zu nehmen, sondern sich zu informieren und seine eigene Meinung zu bilden. Ein guter Schulelternbeirat nimmt seine Aufgabe zum Wohl der Schule ernst. Meine Arbeit bereicherte mich dabei ungemein. Gerade die vielen positiven Rückmeldungen haben immer gut getan.
(dink)

Dieses Blog durchsuchen