Allgemeine Informationen

Unsere Nachrichten können Sie auch als RSS-Feed abonnieren.
Seite Aktuelles innerhalb der Website der Carl-Theodor-Schule aufrufen (falls Sie nur unser News-Blog sehen).

Freitag, 8. Mai 2015

Schwetzinger Abiturient bei der Deutschen SchülerAkademie

Manuel bereitet sich auf die Schülerakademie vor
Sehr gute Leistungen als Teilnahmevoraussetzung

Wer Manuel Dias Barbosa zuhört, wenn er von seinen Erfahrungen bei der Deutschen SchülerAkademie berichtet, der spürt sofort, dass der Abiturient der Carl-Theodor-Schule etwas Besonderes erlebt hat. „ Ich habe Schüler kennengelernt, die sehr viel wissen, und konnte mir selbst viel Wissen aneignen“, schwärmt er. Was andere vielleicht schrecken könnte, nämlich sich mit abstrakten Inhalten wie Höherer Mathematik, Physik oder Molekularbiologie zu beschäftigen, das reizte ihn gerade. Beim über zweiwöchigen Seminar in Rostock, wo die Akademie mit mehreren Kursen stattfand, erlebte er, dass es anderen genauso ging. Lernen, um zu erkennen, „was die Welt, im Innersten zusammenhält“, wie es Faust in Goethes Drama formuliert, begeisterte ihn und die über hundert weiteren Teilnehmer, die für die Akademie ausgewählt worden waren.

Sein Kurs hieß „Mein Gehirn und ich“. Acht Wochen vor dem Seminar in Rostock erhielt er Informationen und Berichte über medizinische Studien, damit er sich einarbeiten und ein Referat zu einem Unterthema vorbereiten konnte. „Ich musste mich erst mit den Grundlagen der Neurobiologie vertraut machen, da ich Biologie in der Oberstufe abgewählt hatte“, erzählt er. Die Kursleiter, beide Doktoranden der Universität Bochum, halfen ihm schon im Vorfeld bei der Ausarbeitung eines Themas, das später in der Dokumentation des Seminars veröffentlicht wurde – eine erste Publikation, wie sie später im Wissenschaftsbetrieb verlangt wird. Sein Thema: Nerven- und Gliazellen. „Das Thema Neurologie interessiert mich, weil ich derzeit überlege, Medizin zu studieren“, erklärt Manuel. Sein Cousin in Portugal ist Arzt und hat ihn für diesen Beruf begeistert. Ganz sicher ist er sich aber auch nach der SchülerAkademie noch nicht.

In der ersten Woche stellten die Kursteilnehmer ihre Referate vor. In der zweiten Woche ging es um neue Studien und Experimente zu einem ausgewählten Thema wie Sucht. Die Kursleiter präsentierten außerdem ihre Doktorarbeiten. Neben den wissenschaftlichen Kursen gab es kursübergreifende Aktivitäten, genannt KüAs, in denen es um ganz andere Themen ging: Wagners „Parsival“ beispielsweise oder Jazztanz. „Wir konnten abends mehrere KüAs besuchen“, berichtet Manuel – mit dem Ergebnis, dass einige Teilnehmer nach wenigen Tagen ein Schlafdefizit hatten.

Ganz besonders gefiel Manuel der Austausch der Teilnehmer untereinander. Und der ist noch nicht zu Ende. „Wir haben eine What´s App-Gruppe gegründet und organisieren derzeit ein Nachtreffen mit Camping im Sommer,“ freut er sich. G. Dinkhauser

Dieses Blog durchsuchen