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Mittwoch, 7. Januar 2015

Das Wichtigste sind die Fans!

Besuch des Seminarkurses bei den Adlern Mannheim
„Das Wichtigste sind die Fans!“ – Teal Fowler, Manager der Adler, im Interview mit Seminarkursschülern der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen

„Würden Sie Ihren Beruf tauschen wollen?“– „Ich würde sofort mit jedem Eishockeyspieler tauschen, das Gefühl, im Team auf dem Eis zu sein und für den Sieg zu kämpfen, das ist das Größte!“, schwärmt Fowler, ehemaliger Profispieler und in der fünften Saison Manager der Adler Mannheim.

Bescheiden kommt er daher, kurzes dunkelblondes Haar, weißes Hemd, rotes T-Shirt mit dem Logo der Adler und dem Schriftzug eine Sponsors, blaue Jeans und schwarze Lederschuhe.

„Nice to meet you,“ begrüßt er jeden der Schüler mit Handschlag. Dann schnappt er sich einen Stuhl, setzt sich in die Runde der Gymnasiasten der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen und kommt gleich zur Sache: „Stellt eure Fragen!“

Es ist 14.20 Uhr, Fowler begrüßt uns in der leeren Umkleidekabine der Adlerspieler, eigentlich hat er gar keine Zeit, draußen bereiten sich Helfer und Spieler für die Abfahrt nach Ingolstadt vor. Um 15.00 Uhr ist Abfahrt, am morgigen Freitag ist das Spiel gegen Ingolstadt. „Ihr macht also Abitur, das ist wichtig, man muss immer eine gute Bildung haben, arbeitet auch an euren sozialen Kompetenzen, das ist noch viel wichtiger. Ich habe in Amerika studiert, da wird Sport im College anders gefördert als in Deutschland, der Blick ist dort sehr früh auf Nachwuchssportler gerichtet, ich selbst habe mein Studium mit einem Stipendium finanziert,“ so Fowler. Den Zeitdruck merkt man ihm nicht an, es scheint als wäre er einzig und alleine da, um mit uns zu reden.

Fowler kommt gerade aus Amerika zurück, dort hat er Spieler akquiriert. „Wie funktioniert das mit dem Spielereinkauf?“ fragt Sophia Stibitz, eingefleischter Adler- Fan, die ihn um dieses Interview gebeten hat. – „Um einen Spieler einzukaufen, hat man nicht viel Zeit, die Konkurrenz ist groß, die Entscheidung fällt bei einem gemeinsamen Essen. Einer, der Salat und Mineralwasser ordert, ist nicht ehrlich; ein Steak und ein Bier, das ist eine gute Option, der geht hinterher nicht zu Mac Donalds, - ehrlich und authentisch sein, dass passt in unser Team,“ erklärt Fowler.

Eine Mannschaft bestehe nicht nur aus Spitzenspielern, die die Tore schießen, sondern aus einem Team, in dem jeder seine Aufgabe hat, das sei die Philosophie der Adler. Wenn man gewinne, sei alles gut, aber Management bedeute auch schwere Zeiten durchzustehen. Networking, Ehrlichkeit, Team, sich Niederlagen stellen, das führe zum Erfolg - auch im Leben.

Fowler genießt das Interesse der Schüler und konzentriert sich auf die Fragen. Auf die Frage nach dem Engagement der Adler über die Spiele hinaus, antwortet er spontan:

„Soziale Projekt sind uns wichtig, die unterstützen wir, Sport muss das leisten. Wir haben großes Interesse an Schulen, da kommen wir gerne hin. Das Wichtigste aber sind unsere Fans, wir wissen, was diese leisten. Wichtig ist es, nicht zu groß werden, damit wir die Nähe zu den Fans nicht verlieren.“

Sponsoring sei ebenfalls ein großes Thema, ohne Sponsoren könne kein Sport stattfinden; Werbeflächen hätten einen großen Anteil am Marketing, ebenfalls finanzielle und Sachunterstützung, wie zum Beispiel für den Fuhrpark.

Die Zeit drängt, das Interview neigt sich dem Ende zu, dennoch ist Fowler konzentriert bei den jungen Menschen und antwortet ausführlich, dann klingelt sein Handy, er hastet hinaus, sportlich und schnell, man erkennt den ehemaligen Profispieler. Als er wieder zurückkommt, sieht man ihm an, dass es nun eilt: „Noch eine Frage, und dann zeigt euch noch ein Kollege die Location.“

Professionell, routiniert, lässig stellt er sich auch noch einem Foto, dann ist er aber wirklich weg und um einige Fans reicher. N. Höfs

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